Pigmente und Füllstoffe

Bunt- und Effektpigmente

Diese Fachabteilung des VdMi vertritt mit den Bunt- und Schwarz-Pigmenten (ohne Ruß) die Gruppe der "Komplexen Anorganischen Buntpigmente". Bei dieser Pigmentgruppe handelt es sich um kristalline Stoffe, deren Gittertypen in der Natur weit verbreitet sind (im wesentlichen Rutil und Spinell). In diese Kristallgitter sind Metalle auf bestimmten Gitterplätzen eingebaut, von denen die einen der Farbgebung dienen, andere einem ggf. erforderlichen kristallchemischen Bauprinzip.

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Organische Pigmente

Organische Pigmente können grundsätzlich in zwei Hauptgruppen eingeteilt werden, nämlich in Azopigmente und polycyclische Pigmente.

Azopigmente enthalten eine (Monoazo) oder zwei (Disazo) Azogruppen –N=N– im Molekül; ihre Farbtöne liegen vor allem im Bereich von Gelb über Orange, Rot und Violett bis Braun. Azopigmente haben weltweit einen Anteil von etwa 70% an allen organischen Pigmenten.

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Titandioxid

Titandioxid ist das am meisten eingesetzte Weißpigment mit einer globalen Jahresproduktion von ca. 7,2 Mio. Tonnen. Etwa 20 % davon werden in Westeuropa hergestellt. Titandioxidpigmente sind nicht toxisch und zeichnen sich durch einen hohen Brechungsindex und eine besonders gute Licht- und Witterungsbeständigkeit aus.

Der Markt für Titandioxid in Deutschland ist mit einem Jahresumsatz von über einer halben Milliarde Euro der bedeutendste Einzelmarkt in Europa.

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Industrieruß (Carbon Black)

Industrieruße werden nach dem Flammruß-, dem Gasruß- und dem Furnacerußverfahren durch unvollständige Verbrennung von diversen Ölen hergestellt. Nach dem letztgenannten Verfahren werden ca. 95% produziert! Die mittleren Primärteilchengrößen reichen von 10 bis 100 nm und lassen sich gezielt einstellen. Industrieruße werden als lockere Pulver sowie aus handhabungstechnischen Gründen auch in geperlter Form angeboten.

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Helle Verstärkerfüllstoffe

Füllstoffe spielen in Lacken, Kunststoffen und Druckfarben eine große Rolle zur Steuerung diverser anwendungstechnischer Eigenschaften. Besondere Bedeutung kommt den synthetischen Kieselsäuren und Silikaten zu, die großtechnisch durch Fällung aus Wasserglas mit Säuren und im Falle der Silikate unter Zugabe der benötigten Metallsalze hergestellt werden. Es entstehen weiße, feinteilige und amorphe Pulver mit spezifischen Oberflächen von 30 bis 750 m²/g.

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Eisenoxide und Chromoxide

Eisenoxide sind die weltweit am meisten verwendeten Buntpigmente. Sie werden in den Farben Rot, Gelb und Schwarz angeboten und zeichnen sich durch hervorragende Lichtechtheit und hohe chemische Stabilität aus. Sie gehören zu den ältesten Pigmenten überhaupt und wurden als Naturprodukte bereits vor Jahrtausenden verwendet. Synthetische Eisenoxide zeichnen sich gegenüber den natürlichen Stoffen durch eine höhere Farbstärke, genaue Reproduzierbarkeit des Farbtons sowie eine höhere chemische Reinheit aus.

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Zinkbasierte Pigmente

Hauptprodukte sind Zinkoxide, Zinksulfide, Lithopone sowie Zinkphosphate.
Zinkoxid findet zu großen Teilen Verwendung in der Kautschuk- und Gummiindustrie. Weitere Anwendungsgebiete sind keramische Glasuren, optische Gläser, Anstrichmittel, Kunststoffe und Kopierpapier. Es dient als Korrosionsschutzmittel und wird Schmiermitteln, Klebstoffen und Batterien zugesetzt. Zur Herstellung des heute bedeutendsten Korrosionsschutzmittels Zinkphosphat ist Zinkoxid ein wichtiger Rohstoff.

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Pigmentpräparationen

Zahlreiche Unternehmen, die Pigmente herstellen, stellen auch Pigmentpräparationen her. Ebenso gibt es Unternehmen, die im Wesentlichen Pigmente zu Pigmentpräparationen verarbeiten. Dabei gibt es z.B.

  • Pulverpigmentpräparationen
  • wässrige Flüssigpigmentpräparationen
  • Pigmentpasten
  • Trockenfarbenpräparationen
  • Masterbatches (siehe Masterbatches)
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